Zum Texten und komponieren begann ich eigentlich schon als Kind. Ich musste immer den „Wurstl“ darstellen und dichtete aus dem Stegreif auf die zuschauenden Freunde (kinder in meinem Alter) mehr oder weniger lustige Geschichten. Das setzte sich im späteren Leben fort. Auf Schutzhütten, bei kleinen privaten Feiern , immer musste ich irgendwas dichten oder singen. Daraus entstanden aber auch Kinderlieder, die ich später in meiner ORF -Zeit auch im fernsehen singen durfte. Noch heute kann man sie vereinzelt aus dem Radio hören.Das merke ich jeweils an einer AKM Abrechnung. Mittlerweile -in Pension versuche ich Wiener Lieder, Lieder aus dem Leben zu schreiben. Auf einigen meiner CD`s auch zu hören. Meine Lieder kannst Du kopieren, singen, veröffentlichen, allerdings mit dem Autorennachweis.

Anbei einige:

I bin a Sandler

(Text Othmar  Franke)

Intro : Am dm E7 am

I bin a Sandler     I bin a Sandler   A Fetzn und Lumpendandler

Am Tag lieg I umanand  Den Doppler in da Hand

I bin a Sandler I bin a Sandler Vurschrift  is ma einerlei

I bin a Sandler in bin Sandler   Aber i bin frei

Spiaglfett scho in da Fruah    wach i meistens auf

Doch mein Ego gibt mir ka Ruah a Sandler der gibt net auf

Zum Ferdl an da Eckn,     wagl i dann hin

A Stamperl kann mi  net erschrecken  das hab ich in mir drinn……..Refrain

Eigentlich war i net immer so   war situiert und reich

War im Leben doch oft froh der Wein der war mir gleich

A Vurbild für die Klanan, war i ganz viele Jahr

Zu mir zubelahnen, war für alle wunderbar   Jetzt bin i a Sandler ………………

Begonnen hat des ganze Gfrett    i was net war i schuld?

Wann i des damals gwußt so hätt, i hättat mehr Geduld

Mei Weib is furt mir überd Nacht  die Kinder aus dem Haus

Und hamlich  ham mi ‚d Freund ausglacht   und scho wars für mi aus

Die Sorgen san immer größer worden   die Kinder machen an Bogn um mich

Für des kriag i sicher keinen Orden  Wie i des heut so sich

Mei Frau hat sich gut verborgen Oh Schatz ich hätt dich  gern um mich

O was is aus mir wordn Wann i mi heut so sich

I bin a Sandler     I bin a Sandler   A Fetzn und Lumpentandler   Am Tag lieg I umanad den Doppler in da Hand

I bin a Sandler i bin a Sandler  Des Schicksal hat mas gebn I bin a Sandler I bin a Sandler  Leutln ! I wü wieder Leben

Da Schneider Wedl    von Othmar Franke

Da Schneider Wedl sitzt und näht in seiner Werkstatt

A Jackerl a Hosn und a langes Kleid

Die Finger wund der Bugel wund und trotzdem hat

Da Schneider mit da Arbeit a große Freud

Heut kummt no a Kunde zu unsern alten Schneider

Ein  Kleid anmessen und a neuche Hosn

I muaß da durch noch viele Jahre leider

Am liebsten sagt a laut :  tausend Rosen

Des Gschäft von unsern guaten alten Mann

Des is vorbei und kommt auch nimma mehr

Er tuat no weiter und des so lang er kann

Dochs Kassaladl des bleibt immer leer

Der Mensch der geht heut in ein Modehaus

Dort gibt es Mode die ist sogar von Morgen

Des alte Gewerbe des is lange aus

Nur Quälerei und immer große Sorgen

7 Tage sind oft keine Seltenheit

Wo man den Mann in seiner Werkstatt sicht

Für jede kleinste  Arbeit is er bereit

Er arbeit stundenlang  und selten spricht

Schon wieder flattert ein Prospekt zu ihm ins Haus

Da sieht man Kleider die kosten fax nichts mehr

Er sagt da kenn i mit fast  nimma aus

Wie stelln  Konzerne das so billig her

Des Gschäft von unsern guaten alten Mann

Des is vorbei und………………………..

Ja lieber Schneider des kannst du ja nicht wissen

Das machen Kinder und ganz arme Leut

In Asien und in weiten fremden Ländern

Wird ausgenutzt und produziert halt heut

Die machen Millionen Hosen und auch Jacken

Und kriegen dann an Schmarrn als Lohn dafür

Doch des ganze ja des hat an Hacken

Das schadet vielen und somit auch dir.

Des Gschäft von unsern guaten alten Mann

Des is vorbei und kommt auch nimma mehr

Er tuat no weiter und des so lang er kann

Dochs Kassaladl des bleibt immer leer

Und eines Tages bleibt die Werkstatt von unserm Schneider

Leer und kalt ka Mensch ka surren und ka Licht

Auf amal sagen alle ;Menschen  also leider

So a alts Gewerbe is do a Gschicht.

                        1

Hast Du an Hunger und a Durst Dann is da meistens alles Wurst

Gehst glei ins nächste Restaurant Und nimmst die Kartn dann in`d Hand

Da liest Du was es alls heut gibt Doch bist in Keines sehr verliebt

Nicht Krustentier und Räucheraal Malteeser Braten ist auch ka Wahl

Ganz traurig fällt Dir nachher ein Ich möchte in meinem Beisl sein

.A Stelzn….

                              2

Im Ausland man ganz gut oft isst Die Heimat dann total vergisst

Mit Palmen das Lokal umrahmt Exotisch  man das Essen ahnt

Der Fisch gebraten oft sehr groß Wie werd ich da die Greten los

Muscheln und auch Tintenfisch Seegurke noch ganz frisch

Dazu den Chilli nie vergessen Wie denk ich da ans  Wiener Essen

                             3  –

Doch auch zu Hause triffst Du oft Auf andre Speisen unverhofft

Auf Snacks und Sushi  und Bic Mac Bei fast Food  haust den Teller weg

Gebraten gebruzelt Reih an Reih Nur rasch gehen muss  alles glei

Da denk ich das kann es nicht sein Da fallt mei Beisl mir grad ein

Wos riecht noch wie in da Kuchl zhaus Denn dort da bin  i Zaus

A Stelzn….

Muß ich einmal wirklich sterbn Da bleibt  über für die Erben

Ka feines Lilienporzlan Na des hab i net daham

Nur Reindln, Häferl  Hoche Teller Und a alte Pfann drunt im Keller

Denn da, da warn de Schmankerln drin Die ma isst so gern in Wien

Doch des ,des dürfns net vergessn Bei meiner Leich zu essen

A Stelzn….

A Geld ghört ins Tascherl             

Text u Melodie   Othmar Franke

A Geld ghört ins Tascherl am Tisch  ghört a Flascherl

darin a guata Wein ja so soll es sein

Musikstück

In da Vasn die Veigerln verliabt schaun in die Äugerln

nur vor nie zurück das ist des höchstes Glück

Musikstück

Spüt  ganz sacht dann die Musi machts du dann dei Gschmusi

denkst an glückliche Zeit das is den Weana sei Freud

Musikstück

Und bis amal unten hast das dann überwunden

du wirst dann scho sehn das Leben ist schön

Musikstück

Du wirst dann scho sehn das Leben ist schön

Wo is die Heurigenmusi blieben  (Text Othmar Franke/Musik Othmar Franke und Sergey.Fadeev)

Refrain  ¾.Melodie  4/4

Wo is denn die Heurigenmusi geblieben Wo san de schönen Liada die da geschrieben

Wo san de Schrammeln –  die ma hättn gern Wir wolln singen und a Musi hörn

1.

Da geh ma zum Heurigen und trinken an Wein

Der is a no guat so solls a halt sein

Und mit da Musik woll ma heut wieder rean

Doch hör am kann Ton was is los da in Wean

Refrain

2.

Frau Wirtin was is denn mit Musik und mit Tanz

Gibt’s heut kane Liada   Wo is da Peta da Franz

Wir wollen doch singen und fröhlich da sein

„Da Peta da Franz  ham d Musik stellt ein“

Refrain

3.

Doch nächste Wochn da kumman Zigeuner ins Haus

Die spieln mit da Fiedel da kennst di net aus

San feurig und spieln auch des Wolgaliad guat

Werds sehn de san richtig mit Musik in ihrn Bluat…aber

Refrain

4.

Wir glaum de ham a den Donauwalzer gern

Und   heute kumman de Engerl auf Wean

Des is do mei  Freunderl –  herrlich und schick

Fürn Heurigen sicher die richtige  Musik

Refrain

5.

So ziag ma umananda von Buschen zu Busch

Da her ma Musik a Klatschn an Tusch

Da geh ma jetzt eine da san ma daham

Doch des war an Tonband a Täuschung a Tram

Refrain

6.

Wir suachen no immer  In Wean umanand

Manchmal mit Glück

Ganz draussen am Rand

Doch so wias mal war wo ausgsteckt is gwesen

Automatisch Musik, kann ma in den Biacha nur mehr lesn

Refrain

Schlags net tot

Text  :Othmar Franke, Musik : Othmar Franke, Serge Fadeev

Refrain:

Schlags net tot, dei Zeit und mach was draus

Denn heut is heut und murgn is aus

Sag net  des werd i halt auf morgn verlegen

Geh ausse auf die Strassn und das auch bei regen

Schlags net tot, dei Zeit und mach was draus

Denn heut is heut und murgn is aus

1

A jeder Mensch, der lebt sei eigenes Leben

Ob es in Wohlstand oder Armut wohl ist

Dei ganzes Leben ist nur dir allein gegeben

Mach was draus und bau net an Mist

2

A jeder hat im Leben eine Chance

Nur sehn muass mas ja des ,des is a Kunst

Halt ja das Gleichgewicht in Balance

Den die Chance verschwindet gern im Dunst

3

Geht’s da guat dann sei ganz still zufrieden

Schau de andern die liegn da auf da Erd

Denn dei Glück des wird da obn entschieden

Net du alla bestimmst da seinen Wert

Weitere Lieder und Texte unter

www.duo-d2.at