„Das erste Wienerlied stammt von einem habsburgischen Notar, der zum erstenmal ein Loblied über Wien in lateinischer Sprache schrieb. Das Wienerlied ging dann seinen Weg von den Minnesängern, dem Lieben Augustin, bis zu den Harfenisten und Bänkelsängern.

Aber erst durch die Volkssänger auf der „Pawlatschen“ wurde das Wienerlied im breiten Volk bekannt und beliebt. Neben vielen anderen waren J. B. Moser, Josef Fürst, Seidl-Wiesberg, Edmund Guschelbauer, Antonie Mannsfeld, Anna Ulke, Fanny Hornischer und die berühmte Fiaker-Milly die erklärten Lieblinge des Publikums.

Die Schrammeln machten das konzertante Wienerlied salonfähig, und in der Goldenen und Silbernen Operettenära eroberte das Wienerlied auch die Bühne und von dort die ganze Welt.“

Prof. Hans Hauenstein