Sonntag 8. Oktober

Die Nacht hatten wir am Kap Tenaro verbracht. Oder genau gesagt 2km davor.Es war wunderbar ruhig und das Meer von weitem ein schöner Ausblick. Dann wurden wir geweckt! Von Gewehrschüssen. Ja !Du hast richtig gelesen es waren Schüsse. Und da wieder. Ich blinzelte aus dem Fahrzeug und merkte wie Männer, die aus Geländewagen stiegen gemeinsam den Berg hinaufstiegen. Dann legten sie an und Schuss! Das ging ein paar Stunden so. Mit toten Hasen kamen sie dann zurück. Einer erklärte mir, dass dies ein Volkssport sei , aber nur zu einer bestimmten Zeit ausgeübt werden darf, wegen der Touristen. Naja. Jetzt sind wir schlauer.

Die Fahrt an der rechten Seite aufwärts von Mani war sehr interessant. Vorbei an den typischen Steinhäusern, an wunderschönen Plätzen, genossen wir diese Stunden.

Abend am Campingplatz VATHI gelandet. Eher ein Platz für Dauercamper, daher um diese Jahreszeit fast leer. Wir sind direkt am Strand gestanden und haben den Abend genossen.

N36°42’35.1 O 022°31’22.0

Montag 9. Oktober

Vorerst fuhren wir zum 

DIMITROS SCHIFFSWRACK

Das Wrack Dimitros am Valtikistrand Ist ein Frachtschiff 67 Meter lang. Es wurde 1950 in Dänemark gebaut. Am 23. Dezember 1981 strandete es am Valtikistrand. Dort liegt es noch heute und wurde eine Touristenattraktion.Unmittelbar davor ein herrlicher WILDSTELLPLATZ auch für Wohnmobile. Die Koordinaten dazu:   36°47’21.1″N 22°34’53.0″E

Monemvasia wurde im Altertum Malvasy genannt. Sie war im Byzantinischen reich eine bedeutende Festung. Die erste Ansiedlung war bereits 583, sie diente als Schutz für die Einwohner aller umliegenden Siedlungen.  Vor allem vor den Slawischen und awarischen Völkern. Darauf bildete die Stadt das Rückzuggebiet der byzantinischen Herrschaft. Von dort aus wurde auch  die Rückeroberung von Peleponnes begonnen. Aber auch der Seeweg von Konstantinopel nach Venedig wurde hier gesichert. Die Stadt galt als uneinnehmbar und hielt allen Belagerungen statt.  Nach den Osmanischen Eroberungen war diese Stadt das letzte Territorium Des römischen Reiches.1690 fiel es an Venedig zurück. Und im Verlauf des  Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieges eroberten es die Türken wieder 1715. Erst 1821 eroberten aufständische  Griechen Monemvasia. 1980 begann man mit dem Wiederaufbau. Sie wurde mit den Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.   Wir wanderten einige Stunden durch die Engen Gassen, teilweise noch alten Häusern.

Dann fuhren wir über das Landesinnere auf die Ostseite der Insel  bis

Die Insel ist durch einen 400 Meter langen Damm mit dem Festland verbunden. Sie gilt als uneinnehmbar. Die Stadt wurde im sechsten Jahrhundert gegründet und zählt zu einer der ältesten und ständig bewohnten Festungsstädte Europas.Die Festung ist eine mittelalterliche Festung und war einst eines der wichtigsten Handelszentren im östlichen Mittelmeerraum. Diese Stadt hat eine lange und bewegte Geschichte. Zahlreiche byzantinische Kirchen sind noch Zeugnisse davon. Eine gewaltige Stadtmauer, teilweise noch heute komplett erhalten um gib diese Stadt.

Der Parkplatz Monemvasia 36°41’14.6″N 23°02’33.0″E

Durch das Landesinnere führte uns der Weg über  SPARTA  in Richtung  MYSTRA.

Am Campingplatz Paleologie  37°04’19.3″N 22°24’17.7″E verbrachten wir die Nacht. Der Campingplatz eher klein und bescheiden. Aber sauber. 25 Euro alles incl. Wohnmobil.

Dienstag 10.Oktober

Auf dem Berg Taygetus, oberhalb des antiken Sparta und unterhalb einer fränkischen Burg gelegen,liegt die byzantinische Stadt MYSTRAS. Sie diente  im 14. und 15. Jahrhundert als Hauptstadt des byzantinischen Despotats Morea und erlebte während der paläologischen Renaissance eine Zeit des Wohlstands und der kulturellen Blüte Lehren von Gemistos Plethon. 

Die Stadt zog auch Künstler und Architekten von höchster Qualität an. Der Ort blieb während der gesamten osmanischen Zeit bewohnt, als westliche Reisende ihn mit dem antiken Sparta verwechselten. In den 1830er Jahren wurde es aufgegeben und etwa acht Kilometer östlich die neue Stadt Sparta gebaut.  Als außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel einer byzantinischen Stadt und wegen ihres Zeugnisses der Entwicklung der spätbyzantinischen und postbyzantinischen Kunst wurde Mystras 1989 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Weiter geht die Reise quer durch das Land über die Berge in Richtung Lousios Schlucht. Wir konnten aber nicht ahnen, dass die Strecke so kurvenreich war und die Straßen total schlecht, vor allem für ein Wohnmobil. Trotzt „Nichtallrad“ stellte unsere „Gemse“ Ihren Mann (Auto) und fuhr souverän diese schwere Strecke.

Unser Wohnmobil stellten wir auf einen kleinen Platz unmittelbar vor dem Klosterweg ab. Übrigens ideal zu übernachten. Die Koordinaten dazu sind :   37°32’42.3″N 22°03’10.9″E

Der Weg zum Kloster führte teilweise durch und teilweise unter den Felsen vorbei. Doch dann sahen wir das Kloster

Aber es war versperrt. Ist es verboten, dieses Kloster zu betreten? Oder wohnt hier niemand mehr. Doch Hühner, Gemüsegarten und zahlreiche Katzen lassen vermuten, dass wohl hier wer wohnen muss. Dann sahen wir das kleine Schildchen:  κλειστό μέχρι τις 4 μ.μ.  darunter :   closed until 4 p.m.

Es war 15.00, also besichtigten wir noch die kleine Kirche gleich gegenüber

Dann war es soweit ! Ein Mönch sperrte das Tor auf und wir durften die Steintreppen empor in das Kloster. Ein paar Bilder anbei. Zur Bemerkung: Photographien in den Beträumen war verboten. Was wir auch verstanden. Insgesamt wohnte 8 Mönche im Kloster. 

Großteils leben sie von eigenen Anbau. Und sie produzieren nach hunderten Jahre alten Rezepten, ein ich möchte fast sagen Wundermittel. In erster Linie äußerlich anzuwenden, aber auch sparsam innerlich. Wir kauften den Mönchen ein paar Flaschen ab, was sie sofort geselliger und gesprächiger werden ließ. Kleiner Hinweis. Wir und unsere Freunde verwenden das Mittel jetzt seit Monaten und es hilft tatsächlich fast überall.

Wir verabschiedeten uns sehr herzlich und kletterten zurück in Richtung Parkplatz. Diese Nacht war echt absolut ruhig

Mittwoch 11. Oktober

Retour wollten wir nicht fahren. laut karte gibt es auch eine Straße über die Berge. Aber kann man diese fahren? Nun! Einfach probieren. Und diese Straße war zwar manchmal abenteuerlich aber wunderschön in der Gegend.

Eipidaurus ist wohl die bedeutendste antike Kulturstätte für den Gott Apollon. Und gehört seit 1988 zum UNESCO Weltkulturerbe.Besiedelt wurde es bereits im  3. Jahrtausend vor Christi. Der Ort wurde im 1. Jhd. Vor Christi. mehrfach geplündert und von Seeräubern überfallen. Eipidaurus wurde im 2. Jhd nach Christi wieder aufgebaut. Gegen Ende des 4 Jhd. zerstörten die Goten weite Teile dieses Heiligtumes.                                                                                  Das wohl beliebteste Bauwerk bei den Touristen ist das große in einen Hang gebaute Theater .(Siehe Bild oben) Es  war Jahrhunderte lang unter Erde ,Schutt und Sträucher verschüttet und stammt aus dem 4. Jahrhundert vor Christi.

Die Akustik ist so exzellent, dass man jedes Wort, dass unten im Kreis gesprochen wurde, bis in die letzte Bankreihe  versteht. Dies geschieht nach Experten, durch die nach unten gewölbte Form der Sitzsteine. Fremdenführer demonstrieren dies gerne mit dem Fallenlassen einer Münze im Zentrum. Dieses Geräusch hört man bis in die letzte Reihe. Seit 1952 finden hier die Athens&Eipidaurus Festivals statt.

Die Nacht verbrachten wir am Campingplatz NIKOLAS.  Koordinaten 37°37’48.1″N 23°09’29.7″E  25 Euro sind OK.

So  schaut ein RELAIXTAG aus. Sitzen, schlafen, Herumspazieren, Essen.

Freitag 13. Oktober

Die Strecke bis zum KANAL von KORINTH

Erbaut: 1881 bis 1893

Länge: 6343 Meter

Die Erbauer waren Ungarn:Istvan Türr und Bela Gerster

Deshalb sind die Steintafeln am Kanal auf Ungarisch

1923 Stürzten 41.000 Kubikmeter Erde in den Kanal.

1944 zerstörte die deutsche Wehrmacht alle Brücken des Kanals und einen Teil der Steilwand

  1. Jänner 2021 Sperre wegen Erdrutsch

2022  Wieder Eröffnet

Es dürfen nur Schiffe bis max 17 Meter Breite passieren.

Wir fuhren die Küsten weiter entlang und suchten uns einen schönen Nachtplatz

Doch wie wir wieder an unseren so ruhigen und leeren Platz kamen, war dieser bis zum letzten Cm vollgeparkt. Wir hatten auch gleich den Grund gesehen. Eine WALVERANSTALTUNG

Nun! An Ruhe war nicht zu denken, so gingen wir einfach zur Veranstaltung und schauten zu. Klatschen, wenn notwendig. Keine Ahnung wem wir da unterstützten. Jedoch haben die Teilnehmer alle sehr normal und vernünftig ausgeschaut, also warum nicht. Wir wählen ja sowieso nicht.

Unser heutiges Ziel, das bekannte und tolle Vouraikostal.

Zuerst fuhren wir einmal nach

Diakopto. 

Hier fährt der Zug ab, der in die Vouraikoschlucht fährt. Karten dafür gibt es erst ab 15. Oktober. Also buchten wir für Morgen 15. Oktober 2 Plätze. Hien und Retourfahrt für 2 Personen 50 Euro. Griechischer Senioren Rabatt 50% also 25 Euro. Das geht doch?

Also wir holten uns die letzten Fahrkarten und besuchten dann in Richtung Vouraikosschlucht das bekannte

Megaspiläonkloster

MEGA SPILEO  bedeutet  „Die große Höhle“ Die unteren Stockwerke dieses Klosters erfüllen den Raum einer Höhle. Die oberen kleben wie Schwalbennester an der Felswand. Im 2. Stock befindet sich eine Kirche. Hier wird das Marienbild als Werk des Apostels Lukas gezeigt. Dadurch wurde das Kloster ein bekannter Walfahrtsort.

An der Wende zum 20. Jhd. Galt dieses Kloster als das größte und angesehenste Kloster Griechenlands.

Aber der zweite Weltkrieg hatte auch hier seine Spuren hinterlassen. Am 8. Dezember wurde es von der SS zerstört und 22 Mönche und Besucher ermordet.

Hier ein paar Fotos von der Fahrt dorthin und vom Kloster selber.

Abends suchten wir uns direkt am Strand einen Stellplatz. es war ein offizieller Stellplatz. 38°13’25.0 22°08’49.0

Sehr sauber. Die Chefin kochte persönlich. Das Video anbei zeigt den Strand.

Sonntag 15. Oktober

Zuerst ein paar Infos. Die Vouraikosschlucht ist in mehreren Varianten zum bewandern, befahren.

Einmal 1. mit dem Auto: Hier fährt man allerdings nicht so spektakulär wie zB

            2. mit dem Zug. Da mußt Du aber rechtzeitig Karten besorgen (Siehe oben) Aber es gibt noch ein

            3. Zu Fuß  Die Strecke geht abenteuerlich fast immer auf dem Geleise (Ist erlaubt) Wenn der Zug kommt hupt er und die Wanderer stellen sich eng an die Seite.

Schaut Euch einfach mal die nächsten Bilder und unser VIDEO über die Schlucht an-Viel Spass

Nach der traumhaften Zugsfahrt fuhren wir unsere Route Richtung Fähre IGOMENITSA  weiter bis zum

Campingplatz TSOLIS  in Lampiri…………Die Koordinaten: 38°19’15.3″N 21°58’18.1″E

Montag 16. Oktober

Heute Faulenzertag am Campingplatz.

Dienstag 17. Oktober

Da wir am 20. Oktober unsere Fähre von Igomenitsa bis ANCONA gebucht hatten wollten wir die Tage dazwischen auf einem Campingplatz in der Nähe bleiben. Also fuhren wir durch- bis zum Campingplatz ELENA Beach. Die nächsten Bilder zeigen den   17.Oktober/  18. Oktober /19. Oktober

Camping Elena Beach : Koordinaten dazu: 39°27’37.1″N 20°15’40.4″E

Campingplatz sehr sauber und schöne Plätze. Sanitäranlagen genügend und absolut sauber. Jeden tag kann man gut essen gehen direkt am Platz. Preise moderat. Vorteil : Du bist in ca 15 Minuten bei der Fähre.

Freitag 20. Oktober

Unsere Fähre ging erst Abends, also hatten wir Zeit. Wir fuhren doch dann bald nach Igomenitsa, weil wir dort essen gehen wollten. Wir fanden auch ein Einheimischen Lokal und aßen sehr gut. Für alle die es gerne genau wollen. (Wir hatten uns wieder einmal verfahren)

Der Schalter für die Fähren ist hier:

39°29’14.8″N 20°15’36.8″E

Ist aber nicht immer geöffnet. Je nach Tag. Wir konnten aber dann doch bei einem geöffneten Schalter einchecken. Hatten das Glück, dass die Dame eine Deutsche war und uns alles genau erklärte: Also der Beifahrer muss aussteigen und in der Wartehalle warten. der Fahrer darf sich beim Pier Tor anstellen. Um 17.00 (es war aber 17.30) darf er bis zur Fähre fahren und dort auf einen der Spuren das Fahrzeug abstellen. Allerdings wurde das Wohnmobil vorher genau untersucht, ob ich nicht Flüchtlinge mithabe. Dann konnte ich in die Wartehalle zu Ingrid. Nach ein paar Kaffee wurde auch der Zoll geöffnet und wir wurden wie am Flughafen kontrolliert. Fuhren auf die Fähre auf. Wir wunderten uns ,dass die Fahrzeuge genau verbunden und befestigt wurden. Spätestens auf See wusste ich warum.

Kleine Seefahrerinfo: 

Aufgrund dieser Wellenlänge und -höhe kann auch zwischen verschiedenen Arten von Wellen unterschieden werden. Diese können in neun Stufen des eingeteilt werden, wobei pro Stufe sowohl die Länge als auch die Höhe der Wellen kontinuierlich zunimmt. Beispielsweise liegt eine schwach bewegte See bei einer Wellenlänge von bis zu 25 Metern und einer Wellenhöhe von bis zu einem Meter vor. Im Gegensatz dazu kann bei Wellen mit einer Länge von bis zu 200 Metern und einer Höhe von 10 Metern von einem hohen Seegang gesprochen werden. Schwerer Seegang liegt schließlich vor, wenn die Länge der Wellen größer als 250 Meter ist und deren Höhe mehr als 12 Meter beträgt.

Mir ist es zumindest vorgekommen wie ein hoher Seegang. Normal konnte man nicht gehen. Essen war nicht gerade ideal. Wir hatten eine Außen Kabine mit Blick aufs Meer (Die hohen Wellen)

Samstag 21. Oktober

Gefrühstückt hatten wir in der Kantine. Dann verbrachten wir den Tag mit an Bord gehen und ins Meer starren, Kartenspielen,  Um 17.00 waren wir pünktlich in

ANCONA

5 Angebliche Stellplätze (park4night) schauten wir uns an. 2 waren voll besetzte. 2 Gab es nicht. Den dritten fanden wir nicht. Es wurde Nacht und wir versuchten noch eine Adresse

43°50’29.7 13°01’59.3. Da waren zwar ein paar Wohnmobile aber am Rand noch ein Platz. Das gleich beim Meer und gratis. Allerdings wurde mir gesagt, in der Saison ist dies ein Parkplatz einer Pizzeria. Nun Ende Oktober war diese geschlossen.

22. Oktober bis 24. Oktober

Ein paar Hundert Meter weiter gabs eine tolle schöne Altstadt die wir natürlich besichtigen mussten

Die Küsten entlang ging es bis MESTRE

Dort hatten wir für 2 Nächte ein Zimmer in einem Hotel gebucht. Um so halbwegs am Hotelparkplatz mit dem WOMO zu parken, bedarf es einige Zeit. Aber dann standen wir eng an einer mauer. Ab jetzt öffentliche Verkehrsmittel nach Venedig.

Gut! Venedig kannten wir ja in allen Jahreszeiten. Heuer wollen wir uns den Friedhof  SAN MICHELE anschauen. Und gut Essen gehen. Der Bruder unseres Schwiegersohns war zufällig mit frau in Venedig, so speisten wir zu viert.

Ein paar Venedig Fotos  noch anbei.

VENEDIG

Schlusswort:

Viel kann einem weggenommen werden – aber die Erinnerung nicht

Ich möchte mich bedanken, dass Du uns zumindest hier auf meiner Homepage auf der Reise Albanien und Peleponess begleitet hast. Ich hoffe, es waren auch interessante Abschnitte für Dich dabei.