Ausdrücke -Redewendungen-und Ihre Herkunft

Wie oft verwenden wir das Wort HAWARA  oder KIEBERER oder BEISL  usw  usw. Ich möchte mit meinen kleinen „Ausdrucks ABC“ ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Du wirst staunen was Du so oft im Leben sagst und nicht weißt woher es stammt.  Viel Spass. Du hast auch Wörter und die Bedeutung dazu? Dann schreib mir bitte auf  othmarfranke@aon.at unter Redewendungen.

Alphabetisch geordnet

Bahöl (Bahö)

Mach ka Bahö (Aufsehen oder Lärm) Stammt aus dem Jiddischen (Behol) das bedeutet Bestürzung oder Schrecken

Beisl

Begriff: Typisches und gemütliches Wirtshaus in Wien. Der Begriff Beisl stammt aus dem jiddischen (bajiss) das bedeutet HAUS

Grantig

Es stammt vom mittelhochdeutschen Wort grans (Schnabel) ab. Wer grantig ist, zieht sprichwörtlich einen „Schippel“ oder macht ein langes Gesicht (einen Schnabel). 

Gspusi

Ein Verhältnis, eine Liebelei. Es leitet sich von dem ital Wort Sposa ,was soviel wie Braut oder Bräutigam heisst ab. Der Ursprung ist aber aus dem Lateinischen Wort Sponsus (Ebenso Braut)

Hawara (Haberer)

Kumpel oder Gefährte.Stammt aus dem Jiddischen (Chawer) und geht auf das hebräische Wort (Chaver-Freund) zurück

Kieberer (Kibara)

In Wien sagt man zu einem Polizisten auch Kiebera. Das Wort stammt von „kieben“ das heißt  in der Rotwelschen Sprache :Untersuchen oder auch beobachten. Das wurde vom 13.Jhd bis ins 19. Jhd von Vagabunden, Bettler Hausierer usw. verwendet.

Lampenfieber

Dieser Begriff entstand im 19. Jahrhundert. Er beschreibt die Hitze und Aufregung unter den damals verwendeten, sehr heißen Glaslampen (Rampenlichtern) auf der Bühne, die Schauspieler vor ihrem Auftritt ins Schwitzen brachten.

Schmäh

Mach kan Schmäh. Das leitet sich vom mittelhochdeutschen smähe ab. das bedeutete eigentlich Schimpf oder auch Beleidigung. Im laufe der Jahrhunderte wurde die Bedeutung  vom Negativen zu einem Wortwitz.

Schmink dir das ab

Kommt wahrscheinl davon : Wenn Schauspieler nach der Aufführung die Schminke ablegen, ist die Rolle vorbei und man kehrt in die Realität zurück. Wer sich also etwas „abschminkt“, beendet die Träumerei und sieht den Tatsachen ins Auge.

Servus

Ist die Kurzform aus dem lateinischen:

servus humillimus, domine spectabilis“ (Euer demütigster Diener, mein edler Herr).

Ursprünglich drückte man damit gegenüber Höhergestellten aus: „Ich bin dein Diener“ oder „zu Diensten“